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Schulbuchaktion

Die familienpolitische Sachleistung Schulbuchaktion hat die unentgeltliche Ausstattung aller Schüler mit den notwendigen Unterrichtsmitteln zum Ziel.

 

Die gesetzliche Regelung der Schulbuchaktion findet sich im Familienlastenausgleichsgesetz (FLAG), die Finanzierung erfolgt aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF). Als familienpolitische Leistung hat die Schulbuchaktion die Ausstattung der Schüler/innen mit den erforderlichen Schulbüchern und die finanzielle Entlastung der Eltern zum Ziel. Alle Schüler/innen, die im Inland eine öffentliche Schule oder eine mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestattete Privatschule besuchen, haben Anspruch auf die Bereitstellung unentgeltlicher Schulbücher im Ausmaß des Schulbuchbudgets.

 

Die Zuständigkeit des Bundeskanzleramt (BKA), betrifft die Organisation, Finanzierung und das Preissystem der Schulbuchaktion.

 

Im Schuljahr 2019/20 wurden 110,5 Mio. Euro in der Schulbuchaktion ausgegeben. Es wurden für 1,141 Millionen Schülerinnen und Schüler 8,53 Millionen Schulbücher bestellt, was einem Durchschnittswert von 7,5 Schulbüchern pro Schüler/in entspricht. Im Schuljahr 2019/20 erhielt jede/r Schüler/in Schulbücher und Unterrichtsmaterialien zu einem Gegenwert von 97 Euro aus der Schulbuchaktion. In diesem Ausmaß werden Eltern von Schüler/inne/n bei den Schulkosten finanziell entlastet.

 

Die Grundlage für das Schulbuchbudget der Schulen bildet die jährlich vom BKA im Einvernehmen mit dem BMBWF herausgegebene Limit-Verordnung, in welcher die Schulbuchlimits der Schulformen (Höchstbeträge pro Schüler von € 50,- für Volksschulen bis zu € 170,- für AHS Oberstufe) für die Grundausstattung verlautbart werden. Die Schulbuchlimits werden auch den Schulen in einer Information mitgeteilt. Zusätzliche Limits gibt es für Religionsbücher, Deutsch als Zweitsprache, muttersprachlichen Unterricht, Minderheitenschulwesen.

 

Zur Bestellung der Schulbücher stehen den Schulen aller 32 verschiedenen Schulformen mit ihrem jeweiligen Schulbuch-Budget (Limit x Schülerzahl) Schulbuchlisten mit rund 8.000 Buchtiteln für alle Gegenstände zur Verfügung.

In den Schulbuchlisten finden sich alle approbierten Schulbücher (Print-SB, E-Books, SB mit CD, CD-Rom, DVD, Internet-Ergänzungen), Fachbücher, Lernspiele, therapeutischen Unterrichtsmittel. Digitale Schulbücher (E-Books) gibt es seit dem SJ 2016/17, ab dem SJ 2018/19 gibt es auch interaktive und multimediale E-Books Plus zur Bestellung.

Außerdem können Schulen im Rahmen ihres Budgets auch nicht approbierte „Unterrichtsmittel eigener Wahl“ (Bücher, digitale UM, Lernspiele, etc. gem. UEW-Richtlinien) bestellen.

 

Die Bestellung der von der Schule ausgewählten Schulbücher erfolgt über die Internet-Anwendung "Schulbuchaktion-Online" (Administration: BRZ).

Die Schulbücher gehen ins Eigentum der Schüler/innen über. In den meisten Schulen kommt es zur freiwilligen Überlassung gebrauchter Schulbücher an die Schule zu deren Wiederverwendung.

 

Um eine angemessene Versorgung mit leistbaren Schulbüchern gewährleisten zu können, wurde ein System mit Preisobergrenzen für Schulbücher etabliert. Über Einzelfälle werden mit den Schulbuchverlagen Preisverhandlungen geführt.

 

Die Rechte und Pflichten der Schulbuchwirtschaft (v. a. Einreichung und Approbation der Schulbücher, Herstellungs,- Preis- und Liefergarantie), das Preissystem der Schulbücher und das Zahlungssystem sind in den Verträgen mit den Schulbuchverlagen und dem Schulbuchhandel festgehalten.

 

 

Kontakt

Abt. VI/8 - Schulbuchaktion

E-Mail: schulbuchaktion@bka.gv.at